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Mittwoch, 2. September 2009

Hintenträger


Die Begriffe "Rechtsträger" und "Linksträger" kannte ich schon beim Mann! Aber "Hintenträger"??? ;-)


—Post aus meinem iPhone

Mittwoch, 8. Juli 2009

Günther Oettinger

Ich habe ja lang geschwiegen und mir nur meinen (unbedeutenden) Teil insgeheim gedacht, jetzt komme ich aber aus der "Deckung". Ich muß ja auf etwaige Partei"freunde" nun keine Rücksicht mehr nehmen. ;-)

Die Person Günther Oettinger ist ja nun fürwahr ein Phämomen. Ich gestehe, daß ich damals als er gegen Annette Schavan für das Amt des Vorsitzenden der CDU-Baden-Württemberg kandidierte, auch zum "Oettinger-Lager" zählte. Damals machte er (noch) einen ganz passablen Eindruck auf mich.

Inzwischen frage ich mich ernsthaft, ob er wirklich "mit voller Kraft und ganzem Herzen FÜR Baden-Württemberg" tätig ist. Für mich hat es den Anschein, als ob da, einem schwäbischen Elefanten im Porzellanladen gleichend, ein Dilettant sondersgleichen vor dem Herrn versucht, um jeden Preis eine bundesparteipolitische und/oder mediale Aufmerksamkeit zu erheischen, daß es schier unerträglich ist. Mit diversen Kollateralschäden für das Land Baden-Württemberg und die CDU insgesamt.

Ich greife mir an den Kopf: Für mich ist dieser Günther Oettinger allenfalls ein "Mann der zweiten Reihe". Eine Führungskraft mit weitblickenden Strategien und Denkmustern, die sich strategisch-geschickt - am Wohle des Landes Baden-Württemberg (und auch seiner Partei) orientierend - durch die politische und gesellschaftliche (Medien-)Landschaft navigiert, ist er jedenfalls wahrlich nicht!

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hier ein Auszug seiner Pannen, Ausfälle und Peinlichkeiten:
-> Filbinger-Trauerrede (siehe diese geile Frontal 21-Satire!)
-> Landespresseball 2007 am Jahrestag der Pogromnacht
-> das Verteilen eines peinlichen CDU-Liederheftes, mit dem "Panzerlied" der Wehrmacht, das dann nach Veröffentlichung wieder eingestampft wurde.
-> "Sprachpanscher des Jahres" für seine Äußerungen in einem SWR-Interview: "Englisch wird die Arbeitssprache. Deutsch bleibt die Sprache der Familie und der Freizeit, die Sprache, in der man Privates liest.", seine Äußerungen zum Krieg ("In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.") oder zum "Scheiß-Privatfernsehen" (gemeint waren die Sender Super RTL und RTL II) ...
-> seine ständigen, mir scheint aus Prinzip, öffentlich vorgetragenen Kritteleien in Richtung Bundes-CDU. Will er sich so profilieren in Berlin?
-> seine sprachliche bzw. rhethorische Armut, insbesondere das schnellsprechende Nuscheln, welches immer noch kein Sprachtrainer beheben konnte
- ... etc. pp.

Für Günther Oettinger, der neben der Gesamtkonstellation um Angela Merkel (hier ebenfalls ein klasse Frontal 21-Filmchen!) und einigen anderen Kritikpunkten an der inhaltlichen Ausrichtung der CDU und dem m.E. katastrophalen Aussenbild, ein Auslöser war, nach vielen Jahren dieser Partei den Rücken zu kehren, habe ich heute wirklich nichts mehr übrig.

Ich geh jetzt erstmal ein Bier trinken:
Euer M@tze. 8-(

Mittwoch, 18. März 2009

Mein lieber Herr Gesangsverein...


...äh, Wirtschaftsminister, also unser aller Wirtschaftsminister, der Herr von und zu oben und unten vorne und hinten Guttenberg. Kann ein Bayer überhaupt deutscher Wirtschaftsminister sein? Also vorher war es ja der Glos Michael, der Batzi, Müllermeister vor dem Herrn. Also mit der Wirtschaft kannte der sich ja aus: Allenfalls jedenfalls vom Drinsitzen und "a hoibe tringa", aber sonst? Nun ja, er hat seinen Unwillen auf dieses wichtige Amt ja bereits vor Wochen ausgesessen gehabt. Wie unser Helmut früher. Ein Politiker vom alten Schlag eben.
Und nun? Unser neuer aus Bayern? Der Herr von und zu etc. pp. Guttenberg ist ja jetzt dran, am Steuer des deutschen Wirtschafts-Neo-Wunders. Jedenfalls sollt' er das bringen bis zur Bundestagswahl, ohne sich verbrennen zu lassen. Ob er's auch kann? Bleibt abzuwarten, Zweifel wird man ja wohl noch haben dürfen, ob des steilen Aufstiegs des "Jungspunds", der so oft die Fachthemen wechselt im Laufe seiner jungen Politkarriere, wie andere das Hemd.
Smart isser ja, der Bua! Bewegt sich auf nationalem und internationalem Parkett wie ein Profi. Aber ob das perfekte mediale Auftreten reicht, um die deutsche Wirtschaft zu retten? Den GM-Bossen hat er versucht, das Fürchten zu lehren, haben die ihn ernst genommen oder hinter vorgehaltener Hand gegrinst? Man wird es daran erkennen können, inwieweit die Verantwortlichen bei General Motors bzw. Opel nun endlich vom hohen Roß runtersteigen und der Öffentlichkeit und damit dem Steuerzahler in Ami- und Deutschland ein wirkliches Konzept zur Sanierung vorlegen werden. Bisher wurde derjenige, der die Zeche zahlen soll, also der Steuerzahler, ja nun mehr als verarscht. Dicke Backen machen und wenig dahinter, das können sie gut, die großen Automobilkonzerne...
Die Heilsbringer haben Konjunktur seit Barack Obama. Das ist wohl eher ein Zeichen zunehmender Verzweiflung über die aktuelle Wirtschaftlage, die selbst Wirtschaftsfachleute (ich spreche nicht von unserem Wirtschaftsminister!) mit mehreren Stimmen sprechen läßt. Die Verunsicherung ist eben groß landauf, landab.
Da schließe ich mich diesem Optimismus doch einfach an: Unser Herr Wirtschaftsminister wird's schon richten. Großkotziges Gehabe vor Kameras mal dahin gestellt. Der schafft des scho - basst scho un guat is!

Freitag, 19. Dezember 2008

Frohe Feiertage!

Hallo liebe Freunde, Bekannte und Verwandte sowie Mitleser,

das Jahr 2008 neigt sich dem Ende zu und ich möchte es nicht versäumen, Euch meine herzlichen Weihnachtsgrüße zu übermitteln.

Es war bei uns ein sehr turbulentes Jahr und ich bin froh, daß es ein letztendlich gutes Ende genommen hat. Ich habe mir reisetechnisch ein paar Träume erfüllen können; unser Jahresfinale in einer einfachen, verschneiten Hütte in den Bergen, ist da nur konsequent. Meine Familie und ich werden ab morgen auf unserer Hütte in Österreich sein, also lasst es Euch gut gehen und vor allen Dingen reich beschenken! ;-)

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest mit viel Zeit und Freude im Kreise Eurer Lieben. Und mit ein wenig Zeit, inne zu halten und an die Geburt unseres Herrn zu denken.

Mit den „Zwei-Tassen-Grüssen“, die ich immer wieder gerne ansehe, noch ein kleines Schmankerl zum Schmunzeln.

Alles Gute Euch!
Euer M@tze.

Montag, 6. Oktober 2008

Snickers-Werbung Russland

Eine kleine Erinnerung an Russland:
Ein Snickers-Werbespot, der dort im Fernsehen lief, als wir dort waren:



Und HIER eine Abwandlung des Originals, die aber auch nicht schlecht ist... ;-)

Montag, 15. September 2008

Donnerstag, 7. August 2008

Paris Hiltons Präsidentschaftsbewerbung

Normalerweise halte ich nicht allzu viel von Paris, aber mit diesem Spot hat sie aus meiner Sicht clever auf den McCain-Spot gekontert (den ich leider noch nicht im Netz gefunden habe...) ;-)

Hier ist Paris' "Präsidentschaftsbewerbung": ;-)

See more Paris Hilton videos at Funny or Die

Freitag, 22. Juni 2007

Mickey & Donald

Kennt Ihr das, daß Euch manchmal was stört - sagen wir besser "bewegt", also beschäftigt?
Mir geht es seit ein paar Tagen so, wenn ich morgens mit dem Zug zur Arbeit fahre. Zwei oder drei Haltestellen nachdem ich einsteige, stößt regelmäßig ein junger Mann hinzu. Wenn ich "Glück" habe, setzt er sich in meine Nähe; jedenfalls ist er mir schon öfter aufgefallen. Und es hat mich jedesmal so beschäftigt, daß ich jetzt sogar hier im Blog darüber schreibe...

Ich hoffe, ich trete niemandem meiner Mitleser zu Nahe, wenn ich jetzt diese Anmerkung tätige, aber schaut, falls Ihr Euch ärgert einfach auf das Label unten, denn dort steht "Satire" - also im Zweifel einfach nicht (so) ernst nehmen! ;-)

Also zurück zu meinem Bahn-Mitfahrer:
Er ist so schätzungsweise Ende zwanzig, Anfang dreißig, gut gekleidet, ich schätze, er ist Banker oder Versicherungsfuzzy oder sonstwo in der Dienstleistungsbranche tätig. Jedenfalls macht er auf den ersten Blick einen ganz vernünftigen Eindruck.
Aaaaaaber der zweite Blick erschließt sich auch gleich schon unmittelbar danach, da traue ich doch fast meinen Augen nicht und schiebe es auf eine morgendliche Haluzination:
Während die meisten um ihn herum (inklusive mir) die Zeitung studieren, packt er seine Mickey Mouse- und Donald Duck-Heftchen aus. Unglaublich! Ein gestandener Mann in der Blüte seines Lebens "liest" diese Bildchen in primitivster Lautsprache als Morgenlektüre. Ich habe diese Dinger als Kind mal eine zeitlang "gelesen", aber irgendwann gingen mir die Lautworte auf den Keks. Die Handlungen sind wohl auch nicht gerade intellektuell herausragend anspruchsvoll.
Vielleicht übertreibe ich bewußt ein wenig mein Entsetzen, aber ich finde ich eigentlich schon unglaublich. Na ja - vielleicht sollte ich ihn einfach mal ansprechen; eine gemeinsame Kommunikation könnte dann in etwa so oder ähnlich ausschauen:
"Grüß" - "grins" - "pups" - "Was lieste denn da?" - "Mein Freund Donald" - "wunder" - "warum?" - "so halt *würg*" - "*grins*" - "yo" - "OK" - "*weiter Bilder schau*"...

Sachen gibt's... - wie würde "Heinz Becker" jetzt sagen: "Komm, ich bin bestimmt net tolerant!" ;-)

Es grüßt Euch, M@tze

Freitag, 30. März 2007

Freitag, 19. Januar 2007

Stoiber geht...

"Uns" Stoiber hat sich also nun doch durchgerungen, seine Ämter an den Nagel zu hängen. Wow, welch' Gespür und Feingefühl! Die beiden Herren (Beckstein und Huber) lachen sich - siehe oben - einen ins Fäustchen! Wie heißt es doch so schön: "Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte!" - im aktuellen Fall hieße das Sprichwort "Wenn sich das Alphatier mit allen anderen überwirft, freuen sich die potentiellen zwei bis drei Nachfolger..." Horst Seehofer, dessen Person bereits vor zwei Tagen durch "uns" Bild-Zeitung in Mißkredit gebracht werden sollte, indem gschwind eine unschöne Inszenierung vorgenommen wurde, hat seinen Hut gestern ebenfalls in den Ring geworfen. Aha - also wird es doch eine Troika? Jungs, das ging bei der Sozialdemokratie in Deutschland schon schief, das wird bei Euch Christsozialen nun nicht wirklich besser funktionieren...
Interessanterweise neigt eine Partei dazu, wenn sie schlechte Erfahrungen mit einem Alphatier gemacht hat, sich in Folge mit einer Doppelspitze zufrieden zu geben, um dann nach der nächsten Legislaturperiode wieder auf eine Zentralfigur zurück zu wechseln. Also diesmal versucht es die Christlich Soziale Union in Bayern.

Günther Beckstein ist wohl einer der renommiertesten und fachkompetentesten CSU-Politiker, weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Aber liebe Bayern, wollt Ihr wirklich einen Franken zum Ministerpräsidenten machen? Irgendwo hört es ja dann auch mal auf! Bittschön, da müßte der Aspirant auf den MP-Posten ja erstmal einen von ihm selbst forcierten Sprachtest absolvieren, um überhaupt die sprachliche Qualifikation zum höchsten bayerischen Amt nachzuweisen. Das wäre doch nun wirklich entwürdigend - oder? Oder geht das in Amigo-Kreisen auch ohne Sprachtest in Ordnung? Nach dem Motto "des basst scho!", wie der Bayer sagt.

Und mein Freund Huber, Erwin Huber. Die vermeintliche Allzweckwaffe in der CSU. Gibt es eigentlich ein politisches Amt im Freistaat, welches der Huber-Erwin noch nicht begleidet hat? Wird die Partei mit dem Stammtischhelden der bayerischen Nation nicht auf selbiges intellektuelles Niveau zurück geworfen? Aber zur Partei-Führung mit vielen Wasserträgern rechts und links an der Seitn könnts gerade noch so reichen. General Söder wird's schon richten!

Bleibt nunmehr abzuwarten, in welcher Form und mit welchen Auswüchsen sich die Warte-Zeit bis zum endgültigen Rücktritt Stoibers (Ende September 2007) noch gestalten wird. Ich denke, Eddi hat sich damit etwas verkalkuliert, daß die Heckenschützen jetzt bis in acht Monaten das Feuer einstellen...

Es grüßt Euch ein sich die Augen reibender M@tze.

Bildquelle: www.heute.de bzw. dpa

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Weihnachten: Over and out!

Uff, Weihnachten ist geschafft!
Obwohl es in diesem Jahr verhältnismäßig ruhig zuging, es fast so war, wie es sein sollte, nämlich halbwegs harmonisch und entspannt, ist man trotzdem froh, wenn es geschafft ist. Die Anspannung ist jährlich erneut spürbar. Man selbst und auch der Rest der Familie hat eine solch überhöhte Erwartungshaltung an das "Fest der Liebe", daß der Harmoniedruck schier unerträglich ist. Es soll eben ein harmonisches, glückliches Familienevent werden. Niemand soll ausscheren, was bei einer stattlichen Anzahl von Egoisten (von einer bestimmten Seite der Familie) oftmals ein fast unmögliches Unterfangen ist.
In den vergangenen Jahren hat sich die Generation vor uns bereits im August (!!!) Gedanken zum Weihnachtsverlauf des Jahres gemacht. Quasi kaum vom Sommerurlaub daheim, bereits den nächsten Jahresmeilenstein beplant. Wie man wohl von Sommer-Sonne-Strand-Stimmung auf Friede-Freude-Eier-Harmonie-Liebe-Weihnachtsstimmung innerhalb von Sekundenbruchteilen umschwenken kann? Und es gibt in jedem Jahr auf's Neue die Diskussion über den Ablauf. Da der Familienclan - wie beschrieben - aus einer Reihe von Egoisten besteht (ich selbst nehme mich da nicht raus), gibt es natürlich auch eine realexistierende Anzahl von eigenen Vorstellungen, wie das Hochfest des Herrn begangen werden sollte. Der interessierte Chronist sollte meinen, eingefahrene Gleise der Familientradition sollten ihren Teil dazu beitragen, wenigstens nicht jedes Jahr von Null auf neu zu diskutieren und auszutragen. Für einen zu vernachlässigenden Teil des Ganzen trifft dies bestimmt zu; so zum Beispiel die Frage, ob wir in die Kirche zum Gottesdienst gehen oder nicht, ob wir uns einen Christbaum zulegen oder ob wir am Heiligen Abend etwas essen oder nicht. Merke: Ob! Das WIE ist die große, alles entscheidende Frage! Wie wird der Ablauf aussehen?, was werden wir essen?, wer kommt wann zu wem?, wer schenkt wem was? wohin gehen wir wann in die Christmette etc. pp. Der (für uns) ganz normale Wahnsinn eben!
Diese Diskussionen und den damit verbundenen Ärger gab es selbstredend auch in diesem Jahr. Vermutlich ist es nach dem verpatzten Probelauf bei der eigentlichen Vorstellung nur deswegen so glimpflich abgegangen, weil die heiklen Themen per "ordre de mufti" einfach ausgeblendet wurden, die waren nämlich vorher zu Tabuthemen erklärt worden.
Also: Es war auch in diesem Jahr ein Fest der Liebe, Harmonie und allgemeiner Gelassenheit. Die Familie verstand sich wieder blendend, wie man es sich wünscht und wie würde man sagen: Alles war gut. Alle Jahre wieder: Wiederholung im nächsten Jahr garantiert!

Es grüßt Euch M@tze.

Freitag, 13. Oktober 2006

Zippert zappt: Mehdorns Mehrwert

Die Bahn erhöht die Preise. Zurecht

"Trotz harscher Kritik will Behnchaf Mohdern, Entschuldigung, Bahnchef Mehdorn die Bahnpreise seines Unternehmens erhöhen. Dafür würde ja auch einiges geboten. Zum Beispiel führen viele Bahnstrecken durch herrliche Landschaften. Fensterplätze mit besonders guter Aussicht müssten deshalb natürlich teurer sein. Extras wie Sitzplätze gegen die Fahrtrichtung oder Toilettenbenutzung sind dagegen kostenlos. Reisende können ab sofort ihre Fahrkarte zum Schaffner bringen oder sich vom Zugbegleiter am Platz kontrollieren lassen. Dafür wird jedes Mal ein Beitrag von 2 Euro fällig, der Kunde weiß dann aber, dass er immer noch im Besitz einer gültigen Fahrkarte ist, erklärte ein Sprecher der Bahn.
Neu ist auch die Personalwechselgebühr von fünf Euro. Es sei schließlich nicht selbstverständlich, dem Reisenden immer wieder frische Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Bei einem Halt auf freier Strecke werden Standgebühren fällig, kann ein ICE ausnahmsweise den Fahrplan nicht einhalten, erhebt die Bahn einen Verspätungszuschlag, denn der Reisende hat ja den Zug länger als vorgesehen nutzen dürfen."

Quelle: Die Welt vom 13.10.06, Kolumne "Zippert zappt"
Autor: Hans Zippert

Donnerstag, 17. August 2006

Zippert zappt: Besser Kassenpatient

Nachdem ich seit einiger Zeit quasi Online-Stammleser seiner Kolumne bin ohne Abonnent der "Welt" zu sein, möchte ich hier Herrn Zippert an dieser Stelle mal einen Ehrenplatz einräumen.
Seine fast tägliche Kolumne ist witzig und intelligent. Ich lese es gerne! Beiträge, die mir besonders gut gefallen, kommen in Gefahr, hier im Blog zitiert zu werden... ;-)
Heute aktuell und frisch aus der Zippert-Küche:

Besser Kassenpatient
Nach einer Umfrage sind Privatpatienten beim Arzt schneller dran als Kassenpatienten. Das muss kein Nachteil sein, denn je schneller man beim Arzt dran ist, umso schneller ist man auch krank.
"Wer drei Wochen auf seinen Termin warten muss, bleibt länger gesund, jedenfalls kennt er wenigstens nicht den Namen seiner Krankheit. Doch die Ungleichbehandlung empfinden viele als störend. Es gibt Kassenpatienten, die über 50 Jahre auf einen Termin warten mussten und schließlich starben, ohne zu wissen, woran. Ist der Ersatzkassenkranke endlich im Wartezimmer, muss er stehen, weil nur die Privatpatienten sitzen dürfen. Ein privater Armbruch wird mit Gips behandelt, während der Kassenpatient häufig mit einer Konstruktion aus Zollstock und Paketklebeband zufrieden sein muss. Hält aber auch. Der Zollstock muss nach dem Ende der Behandlung zurückgegeben werden. Privatpatienten werden vor einem Eingriff mit Champagner betäubt und erhalten hinterher das Video ihrer Operation als fertig geschnittenen Spielfilm. Kassenpatienten bekommen ein halbes Glas Doppelkorn und ein Stück Holz zum Draufbeißen. Anschließend fehlt meist irgendein Organ, das der Arzt als "Kaution" einbehalten hat."

Quelle: Die Welt vom 17.08.06, Kolumne "Zippert zappt"
Autor: Hans Zippert

Donnerstag, 29. Juni 2006

Linksfahrer und andere Träumer

Seit nunmehr fast 20 Jahren habe ich meinen Führerschein. Im nächsten Jahr dürfte 20-jähriges Führerschein-Jubiläum sein. Die Fahrstunden sind schon lange her, damals lernte ich, wie man sich im Straßenverkehr im Allgemeinen und auf der Autobahn im Besonderen zu verhalten hat. Mag sein, daß die korrekten Verhaltensweisen und die Kenntnisse über bestehende Verkehrsregeln mit der Zeit verblassen; ich spreche bisher nur mit 19 Jahren Kfz-Führerscheinerfahrung.

Seit eben diesen nunmehr fast 20 Jahren ärgere ich mich über die träumenden Linksfahrer auf Autobahnen. Ich bin überzeugt davon, daß sich ein Großteil der Traffic-Jam-Thematik auf Autobahnen erledigt hätte, wenn alle Verkehrsteilnehmer vorschriftsmässig fahren würden.

Interessanterweise handelt es sich bei den berühmtberüchtigten Linksfahrern oftmals um Rentner und Frauen. Warum eigentlich? Geht den Alten unserer Gesellschaft und den Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts einfach das Gespür für Geschwindigkeiten ab? Wieso kommt es so oft vor, daß ein schneller fahrendes, auf der linken Fahrspur überholendes Fahrzeug von plötzlich und unvermittelt ausscherenden Langsamfahrzeugen ausgebremst wird? Und am Ende trifft dann auch noch dem Überholenden die Schuld, wenn sich unerfahrene Kfz-Führer zu Tode erschrecken, wenn sich "plötzlich" von hinten ein schnelleres Fahrzeug nähert. Wofür wurden eigentlich Rückspiegel erfunden? Nein, liebe Frauen der Schöpfung, nicht um die Unversehrtheit des Schminkkunstwerkes zu überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen daran vorzunehmen; nein, der Rückspiegel ist dazu da, dort hinein zu schauen und den folgenden Verkehr zu beobachten. Wenn sich also von hinten ein schnelleres Auto nähert, bleiben wir also noch hinter dem Vordermann und starten unser Überholmanöver erst dann, wenn der schnelle Überholer vorbei ist. Die Einschätzung der Geschwindigkeit des herannahenden Fahrzeugs gelingt übrigens besser, wenn man nicht nur einmal kurz blitzlichtmässig in den Spiegel schaut, sondern einen Tick länger bzw. zweimal. Grundsätzlich sollte man also immer im Bilde sein, was hinter einem selbst eigentlich gerade so los ist.

Die gleiche Situation - da braucht es garkeine Rentner oder Frauen - erlebe ich regelmässig mit überholenden Lastkraftwagen. Selbst kaum in der Lage, mit dem Vordermann-LKW geschwindigkeitstechnisch mithalten zu können, werden oftmals Überholmanöver gestartet, die einen halbstündigen Stau des nachfolgenden PKW-Verkehrs zu Folge haben. Ich bin in diesem Zusammenhang für ein grundsätzliches Überholverbot für LKWs ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bei nur zweispurig pro Fahrtrichtung ausgebauten Autobahnen und Schnellstraßen! Selbst bei dreispuriger Verkehrsführung kann das Überholmanöver des LKWs problematisch sein, sollte der nicht unwahrscheinliche Fall eintreten, dann zu allem Übel auch noch ganz links einen weiter oben beschriebenen Links-Langsam-Fahrer zu haben, sodaß (bei 3 Fahrspuren) quasi alle drei Fahrspuren blockiert sind.

Interessanterweise ist selbst bei vielspurig (>2) ausgebauten Autobahnen regelmässig zu beobachten, daß Fahrzeuge die rechte und/oder die mittleren Fahrspuren garnicht benutzen. Ja Herrschaftsseiten - was meint Ihr denn, wofür diese Spuren existieren? Etwa zum Picknick machen? Hallooooo - bitte rüber fahren! Die Schneise durch die vorher unberührte Natur wurde ja schliesslich nicht zum Spaß so breit und geräumig geschlagen. Der Verkehrsfluß soll dadurch gewährleistet bleiben, die Automassen sollen fließen können - ganz ungehindert und problemlos. Und was macht Ihr Sünder? Den fließenden Verkehr blockieren!

Und was ist mit den durch Euch verursachten Mehrkosten für die geschädigten Ausgebremsten? Als da wären: Höherer Verschleiß an Bremsbelägen - höherer Benzinverbrauch durch die Notwendigkeit, erneut zu Beschleunigen - höherer Zeitaufwand, von A nach B zu kommen - und und und...
Alles direkt oder indirekt Verschwendung von natürlichen, teilweise begrenzten Ressourcen und damit eine Schädigung für unsere Volkswirtschaft und die Natur.
Aber das ist Euch Ignoranten natürlich egal - Ihr Träumerle!

Leider gibt es das Rechtsüberhol-Verbot auf unseren Autobahnen. Der Verstoß gegen das Rechtsfahr-Gebot wird selten oder garnicht von der Polizei geahndet. Dagegen Verstöße gegen das Rechtsüberhol-Verbot umso öfter.
Wenn ein ausgebremster Autofahrer rechts überholt handelt es sich doch lediglich um Notwehr. Kann es hingenommen werden, daß ein einzelner Träumer ganze Volkswirtschaften schädigt? Man sollte diese Rentner- oder Frauen-Träumer zum Schadenersatz verpflichten und damit zur Rechenschaft ziehen! Und das bitte nicht zu knapp!

So, das mußte jetzt mal raus - jetzt geht es mir um einiges besser! ;-)

Nach diesem nur ansatzweise ernst gemeinten Beitrag grüßt Euch Euer - jetzt - erleichterter M@tze.

Dienstag, 27. Juni 2006

Bruno der Bär ist tot!


"Bruno der Bär ist tot. Das wurde aber auch höchste Zeit, denn in Bärentotmacherkreisen war Deutschland schon unten durch. In Kanada hätte Bruno keine zwei Stunden überlebt, und in Rußland, wo die Menschen nach Feierabend auf Bärenabschießplätzen Entspannung suchen, wäre das Tier kaum zu Ruhm und Ansehen gekommen. Es ist aber noch aus anderen Gründen gut, daß er tot ist, denn der Bär war kurz davor, sich mit Schußwaffen auszurüsten und ein Blutbad unter der bayerischen Bevölkerung anzurichten. Das beweisen Rechnungen von Waffenhändlern, die bei dem Bären gefunden wurden. Außerdem entdeckte man einen Mitgliedsausweis der Linkspartei bei ihm sowie mehrere Taxiquittungen. Jetzt wird klar, warum er seinen Verfolgern so oft entwischen konnte und warum er überhaupt verfolgt wurde. DNA-Analysen sollen zeigen, ob es sich bei dem toten Tier wirklich um den gesuchten Bären oder doch um einen Spaziergänger mit starkem Bartwuchs handelt. Damit keine unschönen Gerüchte aufkommen, gab Kurt Beck vorsorglich eine Pressekonferenz, in der er erklärte, die angeblichen Einschußlöcher in seiner Hose seien von Motten verursacht. Ein Lebenszeichen von Fidel Castro liegt dagegen noch nicht vor.

Spezialisten untersuchen den Leichnam des ermordeten Braunbären Bruno. Im Vordergrund steht eine DNA-Analyse, mit deren Hilfe man feststellen will, ob das Tier vielleicht an irgendwelchen bislang ungeklärten Verbrechen beteiligt war. Ausschließen kann man zur Zeit, daß der Bär die tödlichen Schüsse auf John F. Kennedy abgegeben hat, und auch für den Tod von Lady Di scheint er nicht verantwortlich gewesen zu sein. Gerüchten zufolge hatte er aber eine Pilotenlizenz und plante möglicherweise, sich mit einem vollbesetzten Flugzeug ins Umweltministerium des Freistaates zu bohren. Der bayerische Fremdenverkehrsverband hat inzwischen Anzeige gegen die Mörder von Bruno erstattet. Den Braunbären umzunieten sei genauso ein Wahnsinn, als ob man Schloß Neuschwanstein in die Luft gesprengt hätte. Oberbayern wäre bis 2008 ausgebucht gewesen, jetzt würden die Übernachtungen storniert, vor allem die "Zimmer mit Bärblick" wolle keiner mehr haben. Vertreter der Kirche forderten, Bruno solle im Petersdom oder wenigstens in der Münchner Frauenkirche aufgebahrt werden, damit die Bevölkerung Abschied von ihm nehmen kann. Vorher will man aber noch klären, ob der Bär katholisch war."


Quelle: Die Welt vom 27. & 28.06.06, Autor: Hans Zippert.

Montag, 29. Mai 2006

"Chefgrüßer" oder wie man die Kinderstube an der Garderobe abgibt...

Es gibt Menschen, die begegnen sich im alltäglichen Zusammenleben. Zumindest gerüchteweise soll dies so sein - hab ich jedenfalls gehört. Also: Menschliche Lebewesen, die nicht separiert alleine im eigenen Auto zur Arbeit fahren, die nicht im Privataufzug ins Büro emporsteigen und die doch tatsächlich in Geschäften einkaufen, wo es noch menschliches Personal gibt. Selbst bei der täglichen Arbeit soll es noch Menschen geben, die mit ihresgleichen verbal und nonverbal kommunizieren (müssen). Gerüchteweise zumindest soll dies noch vorkommen!

Doch kommunizieren ist noch lang nicht gleich kommunizieren. Das heißt, es wirft sich die Frage auf, ob und auch wie kommunziere ich mit meinem Gegenüber! Da treffe ich doch regelmäßig Kollegen, die mich offenbar erst nach Eintritt ins Bürogebäude zu kennen scheinen. Wenn überhaupt. Obwohl wir uns zumindest vom täglichen Sehen kennen. Selbst wenn man zusammen im Aufzug steht, gibt es Kollegen, die es nicht für nötig erachten, wenigstens zu grüßen. Besonders aufgefallen ist mir dieses Phänomen übrigens bei externen Beratern (zu deren Spezies ich ja auch mal gehörte), die bei uns im Haus sind. Sollte hier nicht im Besonderen der Anstand gegenüber dem Kunden gewahrt werden?
Mir ist hier ein Fall im Kopf von einer externen Kollegin, mit der ich über Monate hinweg zusammen in der U-Bahn fuhr. Genauso wie ich sie vom sehen her kannte, wußte sie mich offensichtlich auch zu zuordnen. Offensichtlich deshalb, weil ich sie irgendwann morgens grüßte, sie dies aber einfach ignorierte. Dies wurde zur grundsätzlichen Situation, bis ich irgendwann meine morgendlichen Grüße aus Resignation einstellte. Weil ihr diese Situation so unangenehm war, ging sie mir fortan aus dem Weg - stieg am anderen Ende des Zuges ein, beeilte sich oder ließ mir den Vortritt, nur um nicht in die für Sie offenbar unangenehme Situation zu kommen, mich grüßen zu müssen...

Anstand, Respekt und Höflichkeit: Was ist das überhaupt? Mein Eindruck ist, daß eine Mehrheit in unserer Bevölkerung scheinbar mit diesen Begriffen nichts mehr anzufangen weiß. Sind das mittlerweile nur noch Sekundär- oder gar Tertiärtugenden? Für mich sind dies christliche Grundwerte. Gehört es nicht zur Selbstverständlichkeit, daß mein Gegenüber zumindest gegrüßt wird, wenn ich mich mit ihm in einer räumlichen Beziehung befinde? Welche Kinderstube haben diese Leute genossen? Vermutlich garkeine! Vielleicht kann man diesen Menschen persönlich garkeinen Vorwurf machen, wenn denn die Grundsätze menschlichen Miteinanders in der Kindheit nicht vermittelt wurden und sie es einfach nicht anders kennen. Trotzdem finde ich es sehr bedauerlich, daß dieser Umstand immer weitere Kreise zu ziehen scheint!

Eine "pervertierte", weiterentwickelte Form des Nicht-Benehmens ist meines Erachtens die "Chef-Grüßer-Mentalität", die sich auch immer wieder beobachten läßt. Will meinen: Man selektiert genau wen man grüßt. Dieses qualitative Filterkriterium scheint bei etlichen Mitmenschen, gerade im Büroalltag, das Maß aller Dinge zu sein. Der Filter sortiert also den Gegenüber in Gutmensch und Schlechtmensch - oder zumindest in "mir wichtig" und "mir unwichtig". Oder anders ausgedrückt in "kann mir noch nutzen" oder "ist zu unwichtig, um mir noch nutzen zu können". Dies drückt in meinen Augen nur noch die innere Verarmung unserer Gesellschaft aus. Oder ist es ein Indiz für die zunehmenden Zwänge unserer leistungsorientierten Gesellschaft?

Wie dem auch sei: Ich versuche, die Putzfrau, die meinen Papierkorb leert, den Zeitungsverkäufer auf der Straße, die Männer von der Müllabfuhr, die meinen Müll abholen, genauso respektvoll zu behandeln, wie ich es von ihnen erwarte. Jeder hat seine Aufgabe und trägt mit seiner Arbeit zum Funktionieren unserer Gesellschaft bei. Diese Menschen haben auch Platz in unserem Gemeinwesen und verdienen unseren Respekt und unseren Dank für Ihren Beitrag.

Es grüßt Euch respektvoll, Euer M@tze.

Dienstag, 16. Mai 2006

Ein schwüler Tag

Als ich heute morgen von meinem Radiowecker geweckt wurde, fiel mir das Aufstehen schwer. Nicht nur, daß unsere Tochter - wie in der Nacht zuvor - schlecht geschlafen und uns daher ständig geweckt hatte, nein, ich war am Vorabend später als ursprünglich geplant schlafen gegangen und es war am Morgen bereits SCHWÜL im Zimmer. Ich beschloß spontan, den Wecker (bzw. Die Weckzeit) um eine Stunde nach hinten zu verschieben - und damit den Zeitpunkt meines Aufstehens. Und es war SCHWÜL.

Eine Stunde später, nach unruhigem Schlaf und dauerndem Auf-die-Uhr-Schauen, weil den inneren Verdacht habend, doch irgendwie zu verschlafen, raffte ich mich dann notgedrungen auf, in diesen SCHWÜLEN Tag.

Was mich in der SCHWÜLEN, stehenden Luft im Zug erwartete habe ich ja bereits im vorstehenden Posting ("Die morgendlichen Quasselstrippen...") beschrieben... ;-)

Im Büro war es - wie zu erwarten war - ebenfalls SCHWÜL. Wohlwissend, nach den Wetterbericht des (zweiten) Weckrufes am Morgen lauschend, beschloß ich, mutig und entscheidungsfroh gleichermassen, heute keine Krawatte anzuziehen. Eben weil es so SCHWÜL werden sollte.
Im SCHWÜLEN Büro angekommen, bereute ich diese, meine morgendliche Entscheidung nicht. Wie man so schön sagt: Im Gegenteil! (Wie war das noch mit der doppelten Verneinung?) ;-)

Den lieben langen Tag quälte ich mich, mit zunehmend größer werdenden Schweißflecken unter den Armen, durch die SCHWÜLE Atmosphäre des Bürolebens. Interessanterweise hält man ja, sobald man die schweißnassen Achseln bemerkt, die Arme eng am Körper, damit die Kollegen den Schweißausbruch nicht mitbekommen. Folge ist eine Steigerung des Schweißelns und damit verbunden die Ausbreitung der beiden Schweißflecken des Hemdes. In ganz schlimmen Fällen bilden sich gleichmässige dunkle, durchnässte Stellen an Brust und Rücken.
Ein peinlicher Todeskreislauf und der Anfang vom Ende jeglicher Contenance. Selbst das aus lauter Verzweiflung übergeworfene Jacket hilft da nicht wirklich weiter, den Sachverhalt zu vertuschen, befördert es doch zunehmend das Schwitzverhalten. Im schlimmsten Falle sieht man nach einiger Zeit die schweißnassen Achselflecken von außen und auch der Anzug kann gleich mit in die Reinigung!
Alles nur, weil es so SCHWÜL ist.

Meine Kollegin neben mir lächelt mir beschwingt-fröhlich zu. Hat sie etwas von meiner Not bemerkt? Lacht sie mich nun an oder aus? Jedenfalls hat sie gut lachen an diesem SCHWÜLEN Tag: Sie trägt ein leichtes Sommerkleidchen, welches locker-flockig im (nicht wirklich vorhandenen) Windchen weht.

Im nächsten Leben werde ich Frau, das steht für mich - zumindest in diesem Moment und was das angeht - fest!

Es grüßt Euch, Euer M@tze , dem ziemlich SCHWÜL ist... ;-)

Die morgendlichen Quasselstrippen...

Kennt ihr das?
Morgens, in U-/S-Bahn oder Bus, wenn alle noch so sanft vor sich hin träumen, den letzten Tag und/oder die letzte Nacht Revue passieren lassend und den neuen Tag im Kopf sortierend und vorbereitend, die Zeitung lesend oder ein Buch - da gibt es Menschen, die sind bereits jetzt auf 500% Power gestellt. Wer mich kennt, weiss, daß ich selbst auch nicht gerade ein stilles Pflänzchen bin, aber es gibt da zwei Frauen, die ich jetzt speziell im Kopf habe, die steigen in den Zug ein und quatschen ganze 45 Minuten - bis der Zug am Zielbahnhof angekommen ist - ohne Luft zu holen. Gibt's denn sowas?
Im Tempo eines Maschinengewehres - und nicht minder laut - ständig nachladend, um auch um jeden Preis die geballte Informationsflut der letzten Nacht bzw. des letzten Tages in die verbleibenden 45 Minuten zu packen! Du liebe Güte, wie kann ein Mensch, ohne schwindelnd an Sauerstoffmangel zu leiden in solchem Tempo am frühen Morgen reden?
Das Problematische ist ja, daß in einem öffentlichen Verkehrsmittel (wie der Name schon sagt) private Dinge so ziemlich alles, aber nicht privat bleiben. Zwangsläufig hört der ganze Zug mit. Ich selbst versuche wenigstens die Lautstärke bei solchen Unterhaltungen so unter Kontrolle zu halten, daß nicht der ganze Zug weiß, wie ich geschlafen habe, was gerade meine Kinder so treiben und welche Meinung ich zu dem ein oder anderen Thema habe, welches gerade aktuell ist.
Apropos aktuell: Heute lese ich doch im Lokalteil der Tageszeitung über einen Prozess vor Gericht, in dem es um eine massive Auseinandersetzung zwischen zwei Türkenfamilien geht. Die Familien sind seit Jahren verfeindet und gingen nun aufeinander los. Dabei war der Vater der einen Familie der Eigentümer des Mietshauses, in dem die andere Familie jahrelang wohnte. Als der die Miete erhöhen wollte, kam es zum Eklat, weil die mietende Familie dies so nicht hinnehmen wollte. Lange Rede, kurzer Sinn - da steht doch, daß der 1971 nach Deutschland gekommene Mann im Laufe der Jahre ein Vermögen von über 2 Millionen Euro(nen) "erarbeitet" hat und sich davon diverse Immobilien kaufte. Ich frage mich, wie er das wohl gemacht hat! Ich hoffe mal, von seiner eigenen Hände ehrlicher Arbeit! Merkwürdig finde ich es schon, aber wenn's denn so ist: Respekt!

Also dann mal bis demnächst oder später oder wann auch immer mir wieder mal was "unter kommt"... ;-)

Liebe Grüße, M@tze